Mittwoch , 8 April 2020
Senior mit Haustier

Ein Haustier: Jungbrunnen für Bestager und Senioren

Es gilt schon fast als Binsenweisheit: Ein Haustier tut älteren Menschen gut. Haustiere hellen die Stimmung auf, spenden Trost und Nähe und können sogar die körperliche Gesundheit nachweisbar positiv beeinflussen. So ist es nicht verwunderlich, dass schätzungsweise über drei Millionen der über 60-Jährigen in Deutschland einen Hund oder eine Katze halten – und hier sind all die noch nicht mitgezählt, die sich an Kleinnagern, Vögeln, Fischen und anderen Tieren erfreuen. Kein Wunder, denn Haustiere ergänzen den Alltag von Bestagern und Senioren in vielen Belangen äußerst vorteilhaft.

Aktivierung für den Körper und Balsam für die Seele

Viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen eindeutig, dass ältere Menschen vom Zusammenleben mit einem Haustier gesundheitlich profitieren. Allein das Streicheln eines vertrauten Tiers kann das vegetative Nervensystem nachweislich beruhigen.

Tierbesitzer nehmen mehrheitlich weniger Medikamente ein und leiden seltener unter grippalen Infekten und anderen häufigen Erkrankungen des Alltags. Mensch und Tier bilden hier ein gutes Team: will beispielsweise ein Hund Gassi gehen, so bleibt Herrchen oder Frauchen gar nichts anderes übrig, als zu folgen und das bequeme Sofa zu verlassen. Die körperliche Betätigung an der frischen Luft stärkt so das Immunsystem und hält Muskeln und Gelenke in Schuss.

Auch für die Seele kann ein Haustier eine große Bereicherung sein. Mehr als 80 Prozent der Älteren in Deutschland, die alleine leben, haben heute schon einen tierischen Mitbewohner. Haustiere geben Bestagern und Senioren wieder eine Chance, Verantwortung zu übernehmen und mit einem anderen Lebewesen in Kontakt zu treten. Möglichen Einsamkeitsgefühlen kann so auf eine positive Art entgegengewirkt werden.

Auch de Versorgung und Pflege eines Haustiers stellt im Leben seines Halters wieder eine feste, regelmäßige und planbare Größe dar und hilft so, die neugewonnene freie Zeit nach dem Berufsleben sinnvoll zu strukturieren. Dadurch wird auch das Selbstbewusstsein der Tierbesitzer gesteigert – es ist einfach gut, sich gebraucht zu fühlen.

Anschaffung und Haltung sorgfältig abwägen

Egal ob man in den eigenen vier Wänden oder in einer Gemeinschaftseinrichtung lebt: die Anschaffung eines Haustiers will wohl überlegt sein. Die wichtigste Frage, die zukünftige Tierbesitzer sich stellen sollten ist, wie viel Zeit sie Tag für Tag für Ihren neuen Mitbewohner aufwenden wollen und können. Futter muss eingekauft und zubereitet, Käfige und Aquarien müssen regelmäßig geputzt und gewartet werden. Hunde brauchen mehrmals täglich Auslauf, Katzen viel individuelle Zuwendung und auch Vögel, Nager und selbst Fische und Reptilien fordern ihre Zeit beim Besitzer ein.

Weiterhin ist die voraussichtliche Lebenserwartung des Tieres, die einmaligen Kosten der Anschaffung sowie die wiederkehrenden Ausgaben der dauerhaften Haltung mit einzubeziehen. Diese Verpflichtungen können Ältere im Laufe eines Tierlebens irgendwann auch überfordern. Wichtig ist es daher, sich frühzeitig auch um potentielle Nachfolger in der Position des Herrchens oder Frauchens für das Haustier zu kümmern.

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