Samstag , 15 Dezember 2018

Eine Alternative zum Friedhof: Die Bestattung im Friedwald

Heutzutage gibt es mehrere etablierte Alternativen zur klassischen Friedhofbestattung. Dieser Beitrag behandelt die ökologische Bestattung in einem Friedwald als sinnvolle Beisetzungsalternative. Dabei wird zunächst der Begriff des Waldfriedhofs erklärt. Anschließend wird im genaueren auf die Baumbestattung eingegangen, um abschließend Vor- und Nachteile dieser Bestattungsarten zu vergleichen.

Erklärung des Begriffs „Waldfriedhof“

Unter einem Waldfriedhof versteht man einen Friedhof, der sich in einem speziell dafür ausgeschriebenen Waldbereich befindet. Dort können meist sowohl herkömmliche Bestattungsarten wie die Erd- und Feuerbestattung, sowie die relativ neue Baumbestattung durchgeführt werden. Der erste Friedwald wurde 2001 in der Nähe von Kassel eröffnet. Mittlerweile gibt es zahlreiche Standorte in Deutschland und immer mehr Leute entscheiden sich für diese naturverbundene Alternative. Die Waldbestattung wurde in den 1990er ahren in der Schweiz eingeführt. Sie gibt Verstorbenen die Möglichkeit inmitten einer friedlicher, beruhigenden, naturbelassenen Waldgegend zu ruhen.

Baumbestattung als ökologische Alternative

Eine Baumbestattung beschreibt die Beisetzung einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelwerk eines Baumes nach vorheriger Kremation. Dieses naturverbundene Urnenbegräbnis wird sowohl als Einzel-, Partner- oder Gemeinschaftsbestattung angeboten.

Vor- und Nachteile einer Baumbestattung im Friedwald

Die Waldbestattung stellt eine Möglichkeit für naturaffine Menschen dar, in einer naturbelassenen, friedlichen Umgebung zu ruhen. Ebenfalls hat die Natur meist einen positiven Effekt bezüglich der Trauerbewältigung der Angehörigen. Ein weiterer Vorteil der Waldbestattung sind verringerte Kosten, da sowohl die Kosten für einen Gedenkstein, als auch für die jahrelange Grabpflege entfallen. Außerdem erlaubt die Waldbestattung einen Ruhefrieden von bis zu 99 Jahren. Im Vergleich dazu beträgt die Ruhezeit auf herkömmlichen Friedhöfen lediglich 25 Jahre. Außerdem stellt die Urnenbestattung eine hygienischere Alternative zu Grabbestattungen dar.

Ein Nachteil der Waldbestattung ist, dass sie nicht auf christlich geweihten Boden stattfindet. Zusätzlich können weit abseits gelegene Waldgebiete für Angehörige schwerer zugänglich sein. Das Anzünden von Kerzen und das Dekorieren mit weiterem Grabschmuck sind in einem Waldfriedhof ebenfalls untersagt.

Fazit

Insgesamt stellt FriedWald eine sinnvolle, ökologische und preiswerte Bestattungsalternative für naturliebende Menschen dar. Die Verbundenheit eines Verstorbenen mit einem wachsenden Baum spendet Angehörigen eine besondere Form des Trosts.

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One comment

  1. Eine Waldbestattung scheint mir sehr schön zu sein. Es ist gut, dass eine solche Bestattung auch relativ günstig ist. Ich würde mich freuen, wenn ein Baum aus meinem Grab wachsen würde.

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