Die Treppe wird beschwerlicher, das Haus ist zu groß geworden, der Garten macht mehr Arbeit als Freude. Irgendwann stellen sich viele Menschen ab 60 die Frage, ob ein Umzug in eine kleinere oder barrierefreie Wohnung sinnvoll ist. Die Entscheidung fällt selten leicht, denn an einer Wohnung hängen Jahrzehnte voller Erinnerungen. Umso wichtiger ist es, sie in Ruhe zu treffen und nicht erst dann, wenn es nicht mehr anders geht.
Woran man merkt, dass es Zeit wird
- Treppen, Badewanne oder Türschwellen werden im Alltag zum Hindernis
- Viele Räume werden kaum noch genutzt, müssen aber geputzt und geheizt werden
- Einkaufen, Arzt und Apotheke sind ohne Auto schwer zu erreichen
- Kinder und Enkel wohnen weit weg und können im Notfall nicht schnell helfen
- Haus und Garten kosten mehr Kraft, als man hat
Wer mehrere Punkte wiedererkennt, sollte sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigen. Ein Umzug mit 70 aus eigenem Entschluss fühlt sich ganz anders an als ein Umzug mit 85 nach einem Sturz.
Ausmisten: Weniger Platz, aber das Richtige
Die neue Wohnung ist meist kleiner. Deshalb ist das Aussortieren oft der schwierigste Teil. Hilfreich ist, mit Räumen zu beginnen, an denen wenig Gefühl hängt, etwa Keller, Abstellkammer oder Garage. Erst danach kommen Wohnzimmer, Fotos und Erinnerungsstücke. Ein Grundriss der neuen Wohnung hilft bei der Frage, welche Möbel wirklich Platz haben.
Was nicht mitkommt, muss nicht verloren sein. Kinder und Enkel freuen sich oft über ein Stück aus dem Elternhaus, manches lässt sich verkaufen oder spenden. Für den Rest gibt es Entrümpelungsdienste, die Keller und Dachboden besenrein übergeben.

Die Familie früh einbinden
Ein Umzug im Alter ist eine Familienangelegenheit. Es hilft, wenn Kinder oder Vertraute von Anfang an dabei sind: bei der Wohnungssuche, beim Aussortieren und am Umzugstag selbst. Wichtig ist dabei, dass die Entscheidungen bei der Person bleiben, die umzieht. Niemand möchte erleben, dass andere über das eigene Leben bestimmen.
Zuschuss der Pflegekasse prüfen
Wer einen Pflegegrad hat, kann bei der Pflegekasse einen Zuschuss beantragen. Für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 zahlt die Kasse auf Antrag bis zu 4.180 Euro für Maßnahmen, die das Wohnumfeld verbessern. Ein Umzug kann dazugehören, wenn die neue Wohnung die Pflege zu Hause erleichtert oder ein selbstständigeres Leben ermöglicht. Die Kasse entscheidet im Einzelfall, für einen Umzug ins Pflegeheim gilt der Zuschuss nicht. Einzelheiten nennt das Bundesgesundheitsministerium. Der Antrag sollte vor dem Umzug gestellt werden.
Hilfe beim Umzug selbst
Den Umzug selbst muss niemand allein stemmen. Ein erfahrenes Umzugsunternehmen kann Packen, Transport, Abbau und Aufbau der Möbel übernehmen. Bei einem Seniorenumzug in Köln gehört dazu auch, dass in der neuen Wohnung Bett, Lampen und Küche als Erstes funktionieren, damit der erste Abend ruhig verläuft. Bei Pflegegrad kann die Abrechnung direkt mit der Pflegekasse erfolgen. Eine Besichtigung vorab klärt, was mitkommt und was der Umzug kostet.
Kurz zusammengefasst
- Den Umzug frühzeitig und aus eigenem Entschluss planen
- Mit Räumen ohne viel Gefühl mit dem Ausmisten beginnen
- Familie einbinden, Entscheidungen aber selbst treffen
- Bei Pflegegrad den Zuschuss vor dem Umzug beantragen
- Für Packen, Transport und Aufbau Hilfe holen
Über die Umzugsunion
Die Umzugsunion (U1) UG mit Sitz in Köln begleitet ältere Menschen beim Umzug, vom Einpacken über den Transport bis zum Aufbau in der neuen Wohnung. Bei Pflegegrad rechnet sie direkt mit der Pflegekasse ab. Die Erfahrung im Möbel- und Umzugsbereich reicht als Familientradition bis ins Jahr 1982 zurück.
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