Montag , 23 September 2019

Sommerhitze – Freud und Leid’ zugleich

Lange genug hat es dieses Jahr gedauert, doch jetzt ist der Sommer da. Endlich kann man wieder lange draußen sein, Sport oder Kunst und Kultur im Freien genießen und sich wann immer man will draußen aufhalten. Bei allen guten Seiten des warmen Wetters kann es bei zu großer Hitze auch zu Gefahren kommen: schwülheißes Wetter, starke körperliche Betätigung oder zu warme Bekleidung führen schnell eine Überhitzung des Körpers herbei. Hier sind vor allem Kleinkinder und ältere Menschen besonders gefährdet: beide Gruppen verfügen über geringere eigene körperliche Kompensationsmöglichkeiten, um mit der Hitze fertig zu werden. Im Sommer sind daher eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, schützende Kopfbedeckung, angemessene Kleidung sowie ein ausreichendes Sonnenschutzmittel unverzichtbar. Auch sollten große körperliche Anstrengungen wenn möglich ganz vermieden oder in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden.

Tipps für heiße Tage
Das A und O in der Sommerhitze ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bis zu vier Liter Wasser, Mineralwasser, Schorlen, ungesüßten Tee oder isotonische Getränke werden jetzt pro Tag benötigt. Bei mangelnder Flüssigkeitsversorgung steigt die Körpertemperatur, so dass sich die Blutgefäße erweitern und es zu „schweren Beinen“ kommt. Übrigens sind alkoholische Getränke in der Hitze keine gute Idee, da sie die Körpertemperatur weiter erhöhen und den Körper entwässern. Viele Bestager und Senioren achten zudem nicht genügend darauf, ausreichend und regelmäßig Schattenplätze aufzusuchen. Auch wenn sich die Temperatur in der Sonne und im Schatten in der individuellen Wahrnehmung nicht stark unterscheidet, so macht doch die Beendigung der direkten Sonneneinstrahlung für den Körper einen großen Unterscheid aus. Ebenfalls hilft eine regelmäßige Abkühlung durch Erfrischung mit kaltem Wasser. Dies bedeutet jedoch nicht, unbedacht kopfüber ins nächste Becken zu springen! Eine zu plötzliche Abkühlung stellt eine große Anstrengung dar, die zur Belastung durch das heiße Wetter noch hinzu käme. Vielmehr sollten Kopf und Körper behutsam mit kalten Auflagen abgedeckt werden, beispielweise mit in Handtüchern eingewickelten Kühlakkus aus dem Gefrierfach. Wird es zu heiß, so sollte man aus der Sonne gehen, eine ruhige Lage im Sitzen oder Liegen einnehmen, Kopf und Nacken mit kühlen Tüchern bedecken, die Beine hochlegen und natürlich viel Flüssigkeit zu sich nehmen.

Erste Hilfe bei Überhitzung
Tritt bei Hitzebeschwerden nicht nach kurzer Zeit eine spürbare Verbesserung ein, muss schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Von einem eigenen ‚Herumdoktern’ mit Hausmitteln, Tipps aus dem Internet und verschreibungsfreier Medizin ist abzuraten – die meisten Mittel haben keine durchschlagende Wirkung und Verzögern im Ernstfall nur die notwendige ärztliche Hilfe. Treten starke Kreislaufbeschwerden oder sogar kurze Phasen der Bewusstlosigkeit auf, so kann von einem so genannten Hitzekollaps gesprochen werden. Dabei haben die Betroffenen meist eine helle und blasse Hautfarbe und feucht-warme Haut. Als erste Hilfe sollten sie an einen kühlen und schattigen Ort gebracht werden, die Beine hochlegen sowie viel Flüssigkeit aufnehmen. Tritt eine längere Bewusstlosigkeit über mehrere Minuten ein, so muss unmittelbar ein Arzt konsultiert werden! Jetzt dürfen die Betroffenen keinesfalls allein gelassen werden und sollten bis zum Eintreffen medizinischer Hilfe mit überstrecktem Kopf in eine stabile Seitenlage gebracht werden, um die Atemwege frei zu halten. Die Bewusstlosigkeit kann zudem auch ein Zeichen für den noch gefährlicheren Hitzschlag sein. Die Betroffenen schwitzen dabei nicht und stauen die Wärme im Körper, wobei die Haut meist heiß, trocken und gerötet ist. Wird speziell der Kopf über längere Zeit unmittelbar der Sonne ausgesetzt und überhitzt, wird von einem Sonnenstich gesprochen. Besonders gefährdet sind Menschen mit dünneren Haaren wie Kleinkinder und Ältere. Das erwärmte Gehirn schwillt an und drückt auf die Hirnhäute, was Kopfschmerzen, Übelkeit und einen steifen Nacken hervorrufen kann. Stirn und Nacken sollten unmittelbar abgekühlt, der Betroffene in den Schatten gebracht und mit viel Flüssigkeit versorgt werden. Eine ausreichende Kopfbedeckung schützt wirksam vor einem Hitzschlag – hier wäre übertriebene Eitelkeit fehl am Platz.

Hinweis zu gesundheitlichen Themen: bestagerinfos.de bietet ausschließlich unverbindliche Informationen und Anregungen zu den behandelten Themen. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultieren Sie unbedingt Ihren Arzt!

Bild (cc) gratisography.com

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