Samstag , 19 November 2022
Anlageberater Christoph Vogt

Geld anlegen im Alter: diese 5 Fehler sollten Senioren im Ruhestand unbedingt vermeiden

Wir von Bestagerinfos.de freuen uns sehr, den unabhängigen Finanzberater Christoph Vogt aus Hamburg zu unseren treuesten Werbepartnern zählen zu können. In diesem Beitrag berichtet er uns darüber hinaus, welche typischen Fehler Senioren bei der Geldanlage mit einfachen Mitteln vermeiden können.

1. Fehler: Risiken nicht verstehen und diesen nicht entgegenwirken!

Jede Geldanlage möchte am Ende des Tages neues Geld verdienen. Doch die Chancen auf eine positive Rendite sind immer mit einem Risiko auf der Gegenseite verbunden. Schließlich ist eine (hohe) positive Rendite die finanzielle Belohnung für den Anleger, bestimmte Risiken einzugehen. Je höher eine in Aussicht gestellte Verzinsung des eingesetzten Kapitals ist, desto höher ist zwangsweise das dazugehörige Risiko, Geld zu verlieren.

Die vielen Arten von Risiken und deren Behandlung würden diesen kurzen Beitrag weit aus dem Rahmen bringen. Wichtige kurze Beispiele sind das erstens das sogenannte „Allgemeine Beratungsrisiko“: Ist mein Berater seriös und fachlich kompetent? – sowie das „Klumpenrisiko“. Ein Klumpenrisiko liegt vor, wenn Gelder zu einseitig auf nur eine Anlagemöglichkeit eingesetzt und nicht verteilt werden, um die Risiken zu streuen und damit das Gesamtrisiko zu reduzieren. Kurz: Legen Sie niemals alle Eier in einen Korb!
 

2. Fehler: An falschen Anlageformen festhalten – insbesondere Sparkonten

Die aktuell vorherrschende Nullzinspolitik der Zentralbanken ist sehr negativ für Sparer. Einige Banken und Sparkassen fordern mit dem „Negativzins“ ihre Anleger jetzt sogar dazu auf, für die Geldverwahrung eine „Verwahrungsgebühr“ zu bezahlen. Damit verliert Ihr Geld auf Konten langsam aber sicher immer mehr an Wert.

Ein Beispiel: Selbst bei einem Zins von null Prozent werden aus 100 Euro am Jahresanfang durch Inflation und Gebühren nur noch rund 95 Euro am Jahresende. Mit den ursprünglichen 100 Euro können Sie dann nur noch Waren im Gegenwert von 95 Euro einkaufen. Mit steigender Geldentwertung halbieren sich somit Vermögen schon in wenigen Jahren.
 

3. Fehler: Ungeduld!

Eine erfolgreiche Geldanlage ist immer ein Marathonlauf und niemals ein Sprint. Bei einer Geldanlage, die im Preis schwankt (Aktien und andere Wertpapiere) neigen unerfahrene Anleger zur Panik, wenn der Preis unter den ursprünglichen Kaufpreis der Anlage fällt.

Wenn ein Anlagepapier von 100 Euro beispielsweise um 10 % fällt und Anleger dann verkaufen, machen Sie 10 Euro Verlust pro verkauften Papier. Schlaue Anleger hingegen kaufen vielleicht noch einmal nach, um dann bei einem Preis von beispielsweise 110 Euro einen noch größeren Gewinn zu realisieren.

Manchmal muss man ein paar Jahre Geduld haben, bis ein Investment die erhofften Früchte trägt. Am besten, man rechnet mit einem zeitlichen Anlagehorizont von mindestens 3 Jahren.
 

4. Fehler: Geld in völlig falsche und vor allem unverstandene Anlagen investieren

In unserer Kundenberatung erleben wir es immer wieder, dass sogenannte geschlossene Beteiligungen“ auch an Anleger vermittelt werden, für die diese Form eigentlich nicht geeignet sind. Lockmittel für diese Anlageform sind Signalwörter wie „Immobilienanlage“, „Goldförderung“, „direkte Investition in ein Unternehmen“, „Steuersparmodell“ usw. usf. Spätestens beim letzten Stichwort wird jeder Zahnarzt schwach.

Allerdings ist man dann als „Kommanditist“ in einem Unternehmen als Teilhaber fest gebunden, hat keine Mitspracherechte und stellt praktisch nur Geld zur Verfügung. In der Regel laufen diese Beteiligungsmodelle für mindestens 10 Jahre bis zur geplanten Auflösung des Unternehmens. Auf dem Weg dorthin können Anleger ihren gesamten Einsatz verlieren, wenn das Beteiligungsunternehmen in Konkurs geht – und das passiert leider oft. Bei einem früheren Ausstieg muss langwierig nach einem Käufer gesucht werden. Hohe Verluste sind vorprogrammiert.

Geldanleger Ü50 wollen ruhig schlafen und vor allem flexibel sein. Bewahren Sie sich daher immer Ihre Flexibilität. So können Sie zu niedrigen Kosten ein- und aussteigen und flexibel verfügen (Auto für die Enkeltochter, Luxusreise, Haussanierung). Lassen Sie sich nie in feste Laufzeiten binden.
 

5. Fehler: Fehlende Gelassenheit und übertriebene Heimatliebe

Jeder Anleger kann sich an Fonds beteiligen, die in großartige internationale Unternehmen auf der ganzen Welt investieren. Die Ausschüttung der Erträge aus einem Fonds erfolgt gebündelt an die Anteilseigner.

Einem Anleger, der gerne Ausschüttungen aus seiner Geldanlage erhalten möchte, sollte es völlig egal sein, wie hoch oder niedrig der aktuelle Preis für einen Fondsanteil ist. Entscheidend ist nur, dass zuverlässig eine Ausschüttung in der gewünschten Höhe erfolgt. Wie gesagt, Verkäufe in Panik sind völlig deplatziert.

Für die Geldanlage steht die ganze Welt zur Verfügung. Irgendwo auf diesem Planeten wird immer Geld verdient. Vertrauen Sie Experten – den Fondsmanagern der Kapitalanlagegesellschaften und deren Analysten. Jeder hat die Chance, langfristig an solchen sagenhaften Erfolgsgeschichten wie von Amazon, Apple, Google oder Tesla zu profitieren.
 

Weitere Informationen und Kontakt zu Christoph Vogt
auf seiner Homepage www.christoph-vogt.de

Christoph Vogt Finanzberatung
Finkenstr. 37
21614 Buxtehude
Telefon 0172 423 56 84
E-Mail cv@christoph-vogt.de

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Hinweis: Dieser Blogbeitrag ist nur für allgemeine Informationen geeignet und ersetzt keine fachkundige Finanzberatung durch ausgebildete Experten. Bestagerinfos.de und Christoph Vogt sind nicht verantwortlich für Ihre selbst getroffenen Anlageentscheidungen.

Hintergrund des Fotos von Tirachard Kumtanom von Pexels

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