Samstag , 19 November 2022

Mitteleuropäische Superfoods für Senioren: So gesund schmeckt unsere Heimat

Als „Superfoods“ gelten Lebensmittel wie Chiasamen, Avocados oder Goji-Beeren, die besonders gesunde Inhalts- und Nährstoffkombinationen haben. Allerdings sind diese oft sehr teuer und belasten die Umwelt durch lange Transportwege und unklare Anbaubedingungen in den Erzeugerländern. Das muss nicht sein – wir stellen Ihnen hier einige heimische Lebensmittel vor, die genauso gesund und lecker schmecken und problemlos in Mitteleuropa angebaut werden können.

„Superfood“ ist zunächst einmal kein rechtlich geschützter oder anders klar abgegrenzter Begriff. Daher gibt es keine festen Kriterien, die ein Lebensmittel erfüllen muss, um ein „Superfood“ zu sein. Manchmal ist „Superfood“ auch mehr eine Marketingaktion als alles andere. Wir verstehen hier unter „Superfoods“ bestimmte Nahrungsmittel, die einen besonders hohen und messbaren Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und/oder sekundären Pflanzenstoffen aufweisen. Also genau die Inhaltsstoffe, die Menschen im dritten Lebensabschnitt besonders gut brauchen können. 👴🏼 👵🏼. Folgende Superfoods essen wir besonders gerne:

Vitamine und Zellschutz: Heidel- und Johannisbeeren

Alternative zu: Goji- und Acai-Beeren
HeidelbeerenIm Trend liegen getrocknete Goji- und Acai-Beeren aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C und Antioxidantien. Als Alternative zu gefriergetrockneten Produkten vom anderen Ende der Welt empfehlen wir schwarze Johannisbeeren. Diese enthalten mehr als dreimal soviel Vitamin C wie Orangen. Und sie enthalten, wie auch dunkele Heidelbeeren, viele sogenannte Anthocyanen. Diese Stoffe schützen unsere Körperzellen vor freien Radikalen, wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem. Tipp: In getrockneter Form helfen Heidelbeeren wegen der in ihnen enthaltenen Gerbstoffe ebenfalls gegen leichten Durchfall.

Gesunder Helfer für die Verdauung: Leinsamen

Alternative zu: Chiasamen
LeinsamenLeinsamen sind die heimische Alternative zu teuren Chiasamen. Leinsamen werden aus der Flachs-Pflanze gewonnen, lassen sich bestens pur verzehren und werden auch gerne als gepresstes Öl genutzt. Zum Superfood werden sie durch die vielen löslichen Ballaststoffe, die unsere Verdauung regulieren. Leinsamen lassen sich sehr gut in ein Müsli oder einen Joghurt mischen, wobei zwei bis drei Esslöffel pro Tag völlig ausreichend sind. Wichtig: zur Leinsamen-Einnahme immer ein großes Glas Wasser trinken, damit der Samen ausreichend quillen kann und es nicht zu einer Verstopfung kommt. Achten Sie auch darauf, andere Medikamente mit mindestes einer Stunde zeitlichem Abstand einzunehmen, da es sonst Wechselwirkungen geben kann.

Bekömmlich gegen hohes Cholesterin: Hafer

Alternative zu: Quinoa
HaferVollkorn ist gesund, das ist klar. In den letzten Jahren wurde daher auch immer mehr exotische Getreidesorten Trend, wie beispielsweise das südamerikanische Quinoa-Getreide. Unser Alternative dazu lautet: Hafer! Hafer besitzt neben vielen Vitaminen und Eiweißen auch den besonders gesunden, löslichen Ballaststoff Beta-Glucan. Beta-Glucan ist im Gegensatz zu schlecht löslichen Ballaststoffen wie Kleie aus Weizen besonders gut bekömmlich und verdauungsfördernd und wurde schon 2011 durch die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit als potenziell cholesterinspiegelsenkend klassifiziert. Zusätzlich wirkt sich Hafer positiv auf den Blutzuckerspiegel und Diabetes aus.

Der Star im Winter: Grünkohl

Alternative zu: Granatapfel
GrünkohlEin hoher Gehalt an Kalium, Kalzium, Eisen und Antioxidantien machen den Granantapfel zum Superfood. Die heimische Alternative dazu ist der Grünkohl! Er strotzt nur so von erstklassigen Inhaltsstoffen und hat mit den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller in Mitteleuropa heimischen Gemüsesorten. Dazu kommen mehrere B-Vitamine sowie die Vitamine E und K, Folsäure, Eisen, Magnesium und Kalzium. Grünkohl lässt sich in der Küche vielfältig verwenden, unter anderem als klassisch gekochtes Kraut, fein geschnitten und blanchiert als Salat, verrührt in gesunden Smoothies oder zum Knabbern als gebackene Chips.

Omega-3-Fettsäuren satt: Hering

Alternative zu: Lachs oder Thunfisch
HeringDie wertvollen Omega-3-Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für das Gehirn, das Blut und das Immunsystem. Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) senkt eine regelmäßige Omega-3-Einnahme über den Verzehr von Fischen weiterhin die Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Ein bis zwei Portionen pro Woche mit jeweils 80 bis 100 Gramm Hering sind als Menge ausreichend. Der Hering kommt in der deutschen Nord- und Ostsee vor und wird in vielen Darreichungsformen wie grüner Hering, Matjes, Rollmops. Brathering oder auch als Konserve angeboten.

Die bessere Knabberei: Walnüsse

Alternative zu: Avocados
WalnüsseDas berühmte „Knabbern“ am Abend beim Fernsehen oder anderen Aktivitäten ist in der Regel äußerst ungesund, da hierfür meist minderwertige Lebensmittel wie Chips oder Süßigkeiten genutzt werden. Walnüsse sind hier die bessere Alternative: Sie enthalten wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Ballast- und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium, B-Vitamine sowie das zellschützende Vitamin E. Walnüsse sättigen sehr gut wegen ihres hohen Fettgehalts und sind, in Maßen genossen, auch kalorienmäßig absolut verkraftbar.

Artikelbild oben: Cottonbro Studios / Pexels.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Wir erfassen anonymisierte Daten durch Google Analytics. Hier klicken um dich auszutragen.