Freitag , 26 März 2021

Das Andenken bewahren: Erinnerungen retten durch Digitalisierung

Gemeinsam in alten Zeiten schwelgen, die Lieder von damals wieder hören, vergilbte Fotos voller Menschen mit komischen Frisuren betrachten oder Papas Filmaufnahmen wieder sehen – das ist gut verbrachte Zeit! Doch halten Medien nicht ewig: Fotos verbleichen, Tonbänder lösen sich auf, Kassetten produzieren Bandsalat, Platten zerkratzen, Dias verfaulen und alte Filme zerbröseln einfach. Was tun? Digitalisierung ist die Antwort.

Der große Vorteil digitalisierter Medien ist, dass vom digitalen Original jederzeit unendlich viele Kopien ohne Qualitätsverlust angefertigt werden können. So lassen sich beispielsweise von einem Digitalfoto verlustfrei beliebig viele Abzüge erstellen, eine digitales Video sieht auch beim tausendsten Abspielen noch so gut aus wie am ersten Tag, und das digitale Lied verkratzt nicht und hat auch kein Band, das reißen oder verloren gehen könnte.

Jetzt digitalisieren und sparen!

Doch wie bekommen Sie ihre alten Bilder, ihre Musik und Filme digitalisiert? Um sich die damit verbundene Mühe und den Aufwand zu ersparen, können Sie Ihre Medien auch digitalisieren lassen. Ein Anbieter, der sich darauf spezialisiert hat, ist das Bestagerinfos-Partnerunternehmen MEDIAFIX aus Köln. MEDIAFIX hat bereits viele Millionen Medien digitalisiert. Wir freuen uns sehr, dass wir Ihnen als Leserin und Leser von Bestagerinfos den exklusiven Rabattcode BESTAGER anbieten können, mit denen Sie sofort 12% Rabatt auf alle MEDIAFIX-Angebote erhalten. Geben Sie einfach den Code BESTAGER bei Ihrer Bestellung im Internet am Ende des Bestellformulars an! Tipp: Sie können auch telefonisch bestellen und Ihren Rabattcode im Gespräch angeben.

Beispielhaft gerettet:
digitalisierte Dias von zerstörten Kulturstätten

 
Prof. Ernst KausenProf. Ernst Kausen ist emeritierter Professor für Mathematik und Informatik der TH Mittelhessen. Gemeinsam mit seiner Frau hat er über 50 außereuropäische Länder bereist und dabei zahlreiche Dias angefertigt. Darunter sind auch Aufnahmen aus dem Irak und Syrien, die heute bereits zerstörte Kulturstätten dokumentieren. Prof. Klausen hat nun einen Teil dieser wertvollen Aufnahmen bei MEDIAFIX digitalisieren lassen und dazu ein paar Fragen beantwortet.
 
Innenhof der Nebi Junus Moschee in Mossul

 
Herr Prof. Kausen, warum haben Sie sich entschlossen, Ihre Dias digitalisieren zu lassen?

Ich habe schon sehr viele Reisen unternommen und dabei gut 30.000 Dias aufgenommen, die mir sehr am Herzen liegen. Mit diesen Dias habe ich auch diverse Vorträge zu meinen Reisen bestritten. Ich bin mir bewusst, dass die technische Qualität der Dias mit der Zeit abnimmt und wollte dem zuvorkommen. Außerdem wollte ich die Vorteile digitaler Aufnahmen nutzen. Daher habe ich nun erst einmal ca. 12.000 Dias von den letzten zehn Reisen digitalisieren lassen.

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Die Bilder von meiner Irak-Reise sind leider qualitativ schlechter als die anderen. Das liegt aber an der Dia-Vorlage. Wir mussten auf dem Landweg von Jordanien anreisen und wurden sehr häufig kontrolliert. Vermutlich hat das häufige Röntgen die Bilder angegriffen.

Tempelanlage aus dem 3. Jhd. n. Chr. in Hatra

 
Was planen Sie nun mit Ihren digitalisierten Bildern?

Ich habe die letzten fünf Jahren an mehreren sprachwissenschaftlichen Büchern gearbeitet; nun habe ich wieder Kapazitäten für ein neue Reisen und Projekte. Meine Frau hat unsere Reisen in ausführlichen Tagebüchern festgehalten. Ich überlege, gemeinsam mit ihr aus den Aufzeichnungen Reiseberichte zu verfassen, in die wir nun leicht unsere Bilder einfließen lassen können. Außerdem lassen sich mit digitalisierten Bildern wesentlich leichter Themenvorträge zusammenstellen. Ich überlege auch, digitale Bilder von kommenden Reisen mit alten Aufnahmen in Vorträgen zu kombinieren. Es hat sich doch viel verändert im Laufe der Zeit. Wir sind immer gern in kulturell authentische Gebiete gereist, die noch nicht touristisch geprägt waren. Diese werden immer seltener. Mit den digitalisierten Bildern lassen sich so leicht die Veränderungen verdeutlichen.

Islamisches Mausoleum nahe Mossul

 
Unter Ihren Aufnahmen befinden sich auch Bilder, die aus traurigem Anlass einen besonderen Wert erhalten haben…

Das ist leider richtig. Im Jahr 2000 haben wir beispielsweise den Irak bereist und dort Kulturstätten wie Nimrud und Hatra, Ninive und Mossul besucht. Dort haben wir noch all das gesehen, was der IS seit dem vergangenen Jahr systematisch zerstört hat, insbesondere auch das wunderbare altorientalische Museum von Mossul. Ich habe Altorientalistik studiert und es war für mich etwas sehr besonderes, diese Stätten zu sehen. Die Plünderungen und Zerstörungen sind ein ganz großer Verlust für die abendländische Kultur. Viele sind sich dessen nicht bewusst, aber Mesopotamien ist in vielerlei Hinsicht die Wiege der abendländischen Kultur. Dort wurde zeitgleich mit Ägypten im 4. Jahrtausend v. Chr. die Schrift entwickelt und von den Sumerern und Babyloniern stammt unsere Einteilung der Zeit in Stunden, Minuten und Sekunden und die Festlegung, dass 60 Minuten eine Stunde sind. Die Berichte von den Zerstörungen haben mich sehr betroffen gemacht und ich kann mich glücklich schätzen, diese besonderen Orte zuvor gesehen zu haben. Mit meinen Bildern kann ich etwas von diesen Eindrücken in die Zukunft retten und Menschen zeigen, was für sie für immer verloren ist.

Vielen Dank für dieses offene und sehr interessante Gespräch, Herr Prof. Kausen!

Das Interview wurde uns freundlicherweise von Mediafix zur Verfügung gestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir erfassen anonymisierte Daten durch Google Analytics. Hier klicken um dich auszutragen.