Mittwoch , 20 Februar 2019

So finden ältere Paare einen gemeinsamen Einrichtungsstil

Am Anfang einer neuen Beziehung haben Bestager und Senioren manchmal die größten rosaroten Brillen auf. Im gemeinsamen Rausch des späten Glücks wird eben auch der Einrichtungsstil des neuen Partners zunächst als aufregend und neu empfunden. Wenn dann nach einer Zeit der Beschluss fällt, es als Paar noch einmal in einer gemeinsamen Wohnung zu probieren, schleichen sich die ersten Zweifel an der Jugendstilkommode oder dem Stahlregal ein.

Sollen zwei Hausstände zusammenfinden, dann bedeutet dies für viele Paare eine erste Beziehungsprobe. Wie bei vielen anderen möglichen Konflikten in einer Beziehung empfehlen sich auch hier Gelassenheit und Kompromissbereitschaft. Viele Stile und die dazugehörigen Einrichtungsgegenstände lassen sich überraschend kombinieren und so für den anderen „erträglicher“ machen: ein dunkler Sessel wird mit hellen Kissen aufgepeppt, und ein ungewöhnlicher Sammelbecher wird zum Stiftehalter auf dem ansonsten spartanischen Schreibtisch. Damit fühlen sich beide Partner wohl, da jeder etwas vom anderen übernehmen kann.

Gemeinsames und Mittelwege finden
Ein weiteres Mittel für eine neue zweisame Wohnwelt ist eine von beiden gemochte Leitfarbe, die Hintergrund und Bindeglied gleichermaßen sein kann. Bewusst eingesetzt auf einzelnen Wänden oder in der Grundfarbe möglicher neuer Einrichtungsgegenstände entfaltet sie eine verbindende Wirkung. Scheinen stilistische Gegensätze zu groß, so kann es helfen, diese ganz bewusst zu inszenieren. So bekommt eine gemütliche Leseecke durch eine eigene Lampe und einen Teppich die passende Bühne, um in einem ansonsten weißen und minimal eingerichteten Schlafzimmer fabelhaft auf den Betrachter zu wirken. Möchte man in einem Zimmer verschieden gestaltete Wohnzonen einrichten, so helfen schöne Raumteiler und Regale für die Aufteilung. Gerade in kleineren Wohnungen sind individuell gestaltete Rückzugsorte ein Energiequell für die Harmonie in der Beziehung.

Zu mir, zu dir, zu uns?
Ein richtiger wohnlicher Neustart gelingt am besten in einer gemeinsamen neuen Wohnung. So lassen sich Stilfragen leichter klären, und jeder kann Eigenes und Liebgewordenes mit einbringen. Wichtig sind hierbei folgende Fragen: Welche Möbel und Accessoires sind jedem Partner so wichtig, dass sie unbedingt mit in die neue Wohnung müssen? Was gefällt mir beim meinem Partner überhaupt nicht, und was gefällt uns beiden? Worauf kann ich verzichten, und was wollte ich eigentlich schon immer mal loswerden? Das Ziel ist hier, eine insgesamt kleinere Summe von Einrichtungsgegenständen gemeinsam zu finden, als vorher beide Partner kombiniert hatten.
Wenn ein Partner beim anderen einzieht, so stellt dies üblicherweise die schwierigere Aufgabe dar. Dass sich der Einziehende beim langjährigen Bewohner nicht als Gast fühlt, lässt sich durch einen Trick vermeiden: räumen Sie die jetzt gemeinsame Wohnung einmal komplett aus und renovieren Sie alle Zimmer. Erst dann entscheiden Sie, welche Möbelstücke von beiden welche Funktion in welchem Raum erfüllen sollen. Das Ergebnis ist dann eine richtige Teamentscheidung und kann zur ersten schönen Erinnerung für das neue, gemeinsame Leben werden.

 

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