Mittwoch , 20 Februar 2019

Zusammen oder lieber allein – zwei Ideen für das Wohnen im Alter

Ein Gastbeitrag unseres Kooperationspartners Triviali – Informationen, Beratung und Kontakte zum Thema Leben und Wohnen im Alter www.triviali.de

Wenn man im Alter alleinstehend ist, so bedeutet das heute nicht mehr, auch ganz alleine wohnen zu müssen. Neben der Geselligkeit gibt es auch ganz praktische Gründe, die für das Teilen des Wohnraums mit anderen Menschen sprechen. Sowohl für umgänglichere Charaktere als auch für Einzelgänger stehen mit den Konzepten „Senioren WG“ und „Wohnen für Hilfe“ heute interessante Angebote für Senioren und Bestager zur Verfügung.

Wer in einer harmonischen Wohngemeinschaft lebt, wird nicht unter Einsamkeit leiden. Das Zusammenleben mit anderen hält flexibel und aktiv. In einer WG wird jeder gebraucht, kann sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Auch lassen sich viele Freizeitaktivitäten gemeinsam planen und die Gefahr, in trübe Stimmung zu versinken, sich allein oder nutzlos zu fühlen, ist viel geringer. Und nicht zuletzt ergeben sich durch dieses Wohnmodell auch finanzielle Vorteile: Die Wohn- und Lebenshaltungskosten sind beim gemeinsamen Leben geringer. Auch ist es gemeinsam finanziell leichter möglich, Haushalts- oder Pflegehilfen für bestimmte Arbeiten zu beschäftigen.

So hat in einer selbst gewählten Senioren-Wohngemeinschaft in der Regel jeder Mitbewohner mindestens ein eigenes Zimmer. Das Zentrum einer WG ist oftmals die Küche, die ebenso wie ein Wohnzimmer und meist auch das Bad gemeinschaftlich genutzt wird. Die wahrscheinlich wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Wohngemeinschaft ist eine offene, kommunikative und am Besten auch konfliktbereite Grundeinstellung. Die Basis ist vor allem eine gegenseitige Sympathie und eine gemeinsame Ebene der Verständigung.

Bei der Idee „Wohnen für Hilfe“ geht es um eine Wohnpartnerschaft zwischen Vermieter und Mieter zu beiderseitigem Vorteil. Ältere Menschen, die im eigenen – mittlerweile zu groß gewordenen – Haushalt leben, stellen Studierenden Wohnraum gegen Hilfeleistung zur Verfügung. Der Studierende zahlt keine Miete (bis auf anteilige Nebenkosten) und unterstützt im Gegenzug den älteren Vermieter bei der Verrichtung alltäglicher Dinge. Das sind beispielsweise Hilfen im Haushalt oder bei der Gartenpflege, aber auch Einkaufen, gemeinsame Spaziergänge und vieles mehr gehören dazu. Wichtig für die jungen Menschen: Pflegeleistungen jeglicher Art sind grundsätzlich ausgeschlossen.
Zwischen den Wohnpartnern sollte ein sogenannter Wohnraumüberlassungsvertrag geschlossen werden. In diesem werden vor allem Art und Umfang der Hilfeleistung geregelt und die Höhe der Nebenkosten festgehalten. Die allgemeine Faustregel hierfür lautet: Pro Quadratmeter bezogenen Wohnraum leisten die Mieter eine Stunde Hilfe im Monat. Dafür wohnt man mietfrei. Der Mieter hat lediglich Nebenkosten für Strom, Heizung und Wasser zu tragen.

Letztendlich profitieren alle Seiten auch auf sozialer Ebene von Wohnpartnerschaften. Junge Menschen erwerben im Umgang mit Älteren wichtige kommunikative Kompetenzen, die in ihrem späteren Berufsleben noch nützlich sein können. Die Älteren lernen die Lebenswelt der Jungen kennen und freuen sich, einen Ansprechpartner im Haus zu haben. Wohnpartnerschaften können auch dazu beitragen, einen Heimaufenthalt hinauszuzögern.

 

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