Sonntag , 21 April 2019

Tanzen als Jungbrunnen – ein schönes und gesundes Hobby für Senioren

Tanzen aktiviert Körper und Geist, erzeugt Kommunikation und neue Kontakte und ist nicht nur für Ältere ein richtiger Jungbrunnen! Gerade für Sportmuffel kann ein Tanzkurs eine willkommene Bewegungsform darstellen.

Mit Walzer, Foxtrott, Cha-Cha-Cha, Swing und vielen Tanzstilen mehr wird dem Körper ein umfangreiches Aktivprogramm geboten, beim der gesamte Bewegungsapparat im Rhythmus der Musik auf Trab kommt. Die Bewegungsabläufe aktivieren Herz, Muskeln, Verdauung und Kreislauf und können gegen Verspannungen und Übergewicht helfen. Wenn die Tänzer Freude an ihrer Bewegung haben, werden auch die Hormone Endorphin und Oxitoxin freigesetzt, die Stress abbauen und Glücksgefühle hervorbringen. Und obwohl der gesamte Leib gefordert ist, wird der Organismus doch verhältnismäßig gering belastet. Tanzen verteilt die Bewegungen und sorgt so auf sanfte Art für ein besseres Körpergefühl.

Geist und Seele profitieren ebenfalls
Die neuen Erlebnisse und Begegnungen im Rahmen eines Tanzkurses bringen frischen Wind in den Alltag. Durch die Anbindung an eine Gruppe mit einem gemeinsamen Interesse und dem daraus entstehenden Zugehörigkeitsgefühl wird das Gemüt beruhigt und das Selbstbewusstsein gestärkt. Mit dem Lernen der Schrittkombinationen und der notwendigen Koordination von Musik und Bewegung werden auch die grauen Zellen auf eine neue Art und Weise gefordert. Die Atmung vertieft sich durch das Nachdenken bei der Bewegung, das Herz verstärkt die Blutzirkulation und sorgt durch die so gesteigerte Sauerstoffversorgung der Organe für eine bessere Konzentrationsfähigkeit. Durch die wöchentliche Wiederholung des Gelernten wird die Gedächtnisleistung gesteigert und die motorischen und koordinatorischen Leistungen werden ebenfalls verbessert. In der Kombination ergibt sich so eine sehr wirksame Sturzprophylaxe für Senioren und Ältere.

Tanzstile für alle Bewegungskapazitäten
Durch die Vielfältigkeit der Tänze bis hin zum Sitztanz ist für jeden eine passender Stil dabei. Dabei gilt: je schneller der Tanz, desto mehr werden die körperlichen Fähigkeiten gefordert, und je komplizierter die Schrittfolge, desto mehr wird der Geist beansprucht. Eher körperlich anstrengend sind beispielsweise Rock’n’Roll und Swing, geistig fordernd ist der Tango. Ist der Bewegungsapparat eher weniger beanspruchbar, so empfehlen sich Tänze mit langsameren Bewegungsabläufen wie Walzer, Slowfox, Tango und Cha-Cha-Cha. Beliebte Gruppentänze sind Square Dance und Line Dance sowie die so genannten Gassen- und Kreistänze. Für teilgelähmte Menschen oder anders körperlich eingeschränkte Personen können Sitztänze interessant sein. Mit vorgegebenen Abläufen und ausdrucksverstärkenden Hilfen wie Bälle und Tüchern werden je nach Möglichkeiten die Arme und Hände, der Oberkörper oder die Beine im Rhythmus bewegt. Dabei sitzen die Teilnehmer meist im auf Stühlen im Kreis zusammen und können so untereinander Kontakt aufnehmen.

Locker, bequem und passend
Im Tanzkurs wird meist lockere und bequeme Kleidung getragen. Zu enge Hosen belasten die Venen in den Beinen, knappe Oberteile können zu Luftproblemen und Schwindel führen. Am wichtigsten sind bequeme und funktionale Schuhe. Sie sollten nicht zu spitz ausfallen, um die Zehen nicht unnötig zu belasten. Eine Einlage kann die Rutschfestigkeit verstärken und schont den Fuß. Wichtig sind auch rutschfeste Sohlen und eine gut einstellbare Schnürung oder andersartige Befestigung. In den ersten Tanzstunden können schmerzende Blasen an den Füßen entstehen. Die unterhalb der Haut gestaute Blasenflüssigkeit drückt auf die unterhalb befindlichen Nervenbahnen. Spezielle Blasenpflaster aus der Apotheke können hier helfen. Mit Hilfe eines Kissens aus Gel legen sie sich als Schutzpolster vor die Haut. So wird eine weitere Reizung vermieden und die Heilung beschleunigt. Tipp: neue Schuhe vorher zu Hause einlaufen.


 

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