Donnerstag , 27 Juni 2019

Sicherer Auftritt – wie Senioren ohne Sturz durch den Winter kommen

Sind Sie 65 Jahre alt oder älter und dieses Jahr schon gestürzt? Hoffentlich nicht – statistisch jedoch stürzt jeder dritte Ältere mindestens einmal im Jahr so stark, dass ärztliche Behandlung notwendig wird. Jetzt in den kalten Monaten und bei oftmals eisglatten Oberflächen ist die Sturzgefahr besonders hoch – wie kann man sich schützen?

Eigentlich lockt der Winter ja regelrecht zu außerhäusigen Aktivitäten. Weiße Landschaften, faszinierende Eisformen und die Aussicht auf ein wärmendes Getränk nach erfolgtem Spaziergang gehören zu den klassischen Vergnügungen der frostigen Jahreszeit. In der Praxis jedoch engt sich der Bewegungsspielraum vieler Älterer im Winter radikal ein, so dass schon der Gang zum Briefkasten manchmal zu einer Herausforderung wird. Dabei können mit ein paar Anpassungen und Vorkehrungen auch Bestager und Senioren problemlos einen kürzeren oder längeren Gang über winterliche Straßen absolvieren.

Dreh- und Angelpunkt eines sicheren Auftritts ist das passende Schuhwerk. Neben ausreichender und an die Temperaturen angepasster Fütterung muss hier vor allem auf eine rutschfeste Sohle geachtet werden. Ein tiefes Profil, unregelmäßige Formen und zusätzliche Spikes oder Schuhschneeketten stellen die Rutschfestigkeit der Sohle sicher. Weiterhin sollten gute Schuhe auch einen festen Halt in der Fersenregion bieten. Empfehlenswert sind dazu Modelle, die den Fuß möglichst fest umschließen und mit einem Klettverschluss ausgerüstet sind: so kann auch unterwegs bei abnehmendem Halt am Fuß schnell nachjustiert werden.

Fast genau so wichtig wie gute Schuhe ist eine entspannte innere Einstellung zum winterlichen Ausgang. Sich dabei „Zeit zu nehmen“ ist so wichtig, wie es auf den ersten Blick banal erscheinen mag. Dazu gehört beispielsweise sich langsam an den glatten und rutschigen Untergrund zu gewöhnen und zu spüren, wo der eigene Körperschwerpunkt liegt. Im Winter sollte man den eigenen Schwerpunkt leicht nach vorne verlagern, so dass man bei einem Sturz nicht auf den Rücken fällt und auch die Hände gegebenenfalls noch zum Abstützen nutzen kann. Tipp: die Hände nicht in den Jackentaschen vergraben – wärmende Handschuhe helfen genau so gut und erlauben es, bei brenzligen Situationen schneller reagieren zu können.

Vielen Menschen hilft es auch, einen Spazierstock oder eine andere Gehhilfe im Winter zu benutzen. Mit einer Gehhilfe steigt die Sicherheit und Selbständigkeit gleichermaßen. Mögliche Formen einer Gehhilfe umfassen neben den bekannten Stöcken und Rollatoren (Gehwägen) auch so genannte Mehrfußgehhilfen, also Stöcke mit mehreren Aufstandspunkten sowie die älteren Gehgestelle mit vier Aufstandspunkten, die bei jedem Schritt leicht angehoben werden. Letztlich ist die Wahl der geeigneten Gehhilfe auch Geschmackssache – Sanitätshäuser und Krankenkassen beraten gerne bei der richtigen Auswahl.

Weitere Informationen:

Senioren-Ratgeber.de – wie Spaziergänge die Gesundheit fördern

Senioren-Blog.info – so kommen Senioren gesund durch den Winter


 

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