Sonntag , 21 April 2019

Rückengesundheit im Alter: Worauf Senioren und Bestager achten sollten

In früheren Jahren kannten ältere Menschen noch keine Rückenbeschwerden. Sie waren beruflich und privat körperlich aktiv. Doch jetzt, wo sie zur Ruhe kommen, beginnt der Rücken zu zwicken und zu schmerzen. Nicht selten ist der Arztbesuch unvermeidbar, damit eine Therapie Linderung verschafft. Vielen Menschen erscheint es unverständlich, dass dieser wichtige Bestandteil des Körpers gerade dann Schwierigkeiten bereitet, wenn er nicht gefordert wird. Doch dieser Effekt lässt sich leicht erklären.

Bewegung hält die Bandscheiben fit

In den Zwischenräumen der Wirbel befinden sich die Bandscheiben. Sie wirken wie Stoßdämpfer. Werden sie nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt, verringert sich ihre Elastizität. Dadurch nimmt ihre Funktionsfähigkeit ab, es kommt häufiger zu Schmerzen. Zwar ist der altersbedingte Zellabbau im Organismus unumgänglich, doch ältere Menschen können dazu beitragen, diesen zu verlangsamen. Wer den Rücken regelmäßig trainiert, sorgt dafür, dass möglichst viele Nährstoffe in die Bandscheiben hinein transportiert werden. Am besten eignet sich ein Rückentraining, weil es gleichzeitig die Muskelpartien des Bauchs, des Rückens sowie des Nackens anspricht. Diese bilden das Stützkorsett für die Wirbelsäule. Sind die bezeichneten Muskelpartien gleichmäßig ausgeprägt, halten sie die Wirbelsäule in der Balance. Es ist also keinesfalls richtig, den Rücken im Alter zu schonen. Nur regelmäßige Bewegung hält die Bandscheiben fit.

Einen rückenschonenden Ausgleichssport suchen

Das Rückentraining wurde bereits angesprochen. Doch es macht Sinn, den Körper im Alter ganzheitlich zu trainieren. Nur dann sind ergonomische Bewegungsabläufe möglich, die Sturzgefahr verringert sich. Allerdings sollten ältere Menschen rückenfreundliche Sportarten betreiben. Dazu zählen beispielsweise das Radfahren und das Schwimmen. Auch das Walken eignet sich. Joggen empfiehlt sich eher weniger wenn bereits Rückenbeschwerden bestehen, denn beim Aufprall lastet ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts auf den Gelenken. In diesen Fällen sollte zuvor der Arzt befragt werden.

Gymnastische Übungen helfen ebenfalls dabei, den Rücken beweglich zu halten. Selbst für Menschen mit körperlichen Einschränkungen lassen sich Übungen finden, die zur Verbesserung der Mobilität beitragen. Nicht zu verachten ist außerdem das Yogatraining. Es dehnt verkürzte Muskeln und sorgt für eine gute Haltung. Zudem vergrößert sich bei vielen Sportarten das Lungenvolumen. Dies wiederum hat eine verbesserte Sauerstoffversorgung der Zellen zur Folge, von der auch der Rücken profitiert.

Auch im Alltag auf harmonische Bewegungsabläufe achten

Bei den bereits benannten Sportarten werden vorwiegend gleichmäßige und harmonische Bewegungsabläufe ausgeführt. Das ist für die Gesunderhaltung des Rückens bei älteren Menschen besonders wichtig. Ruckartige Bewegungen, Stöße und plötzliche Verdrehungen in der Wirbelsäule sollten vermieden werden. Daher eignen sich die Sportarten Tennis, Volleyball und Fußball für Bestager eher wenig. Auch im Alltag sollten ältere Menschen darauf achten, sämtliche Arbeiten harmonisch auszuführen. Das richtige Bücken und Heben beispielsweise will gelernt sein. Es ist es wichtig, dabei auf einen geraden Rücken zu achten. Anstatt den Oberkörper nach vorn zu beugen, geht man langsam in die Knie. Beim Anheben von Gegenständen werden diese nah am Körper gehalten. Sind Lasten zu tragen, sollten diese nach Möglichkeit auf beide Hände verteilt werden. Und auch wer für längere Zeit auf dem Sofa oder am Computer sitzt, sollte zwischendurch immer wieder für Bewegung sorgen.

Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von fuerdenruecken.de, das Portal für eine natürliche Rückengesundheit.


 

One comment

  1. Bewegung, Bewegung und nochmals Bewegung, das ist aus meiner Sicht die beste Vorbeugung gegen Rückenbeschwerden. Ich habe im Alter von 56 Jahren mit Karate begonnen und fühle mich sehr wohl. Dieses Sportart ist ideal für Fitness, Beweglichkeit, Reaktion und hält Körper und Geist gesund.

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