Donnerstag , 27 Juni 2019

Neuer Schwung mit dem Elektrofahrrad – eine gute Idee für Senioren

Elektrofahrräder sind im Trend und bieten gerade für Ältere und Bestager eine bedeutende Steigerung der Mobilität. Allerdings kosten sie erheblich als ein herkömmliches Fahrrad. Außerdem konkurrieren verschiedene Arten Elektrofahrräder miteinander. Wir haben uns besonders für Bestager und Ältere geeignete Angebote genauer angesehen.

So verschieden die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse an ein Elektrofahrrad. Es gibt Modelle für längere Touren, Sport-Elektrofahrräder und spezielle Komforträder für bewegungseingeschränkte Kunden. Neben der angedachten Nutzung unterscheiden sich Elektrofahrräder auch in der Art der Antriebshilfe, die am Vorder- oder Hinterrad, beziehungsweise direkt an den Pedalen in der Fahrradmitte angebracht werden kann.

Elektrofahrrad, S-Pedelec und E-Mofas – die Geschwindigkeit macht den Unterschied
Der am häufigsten verbreitete Typ von Elektrofahrrädern sind die so genannten Pedelecs, die eine Mischung aus klassischem Fahrrad und kleinem Kraftrad darstellen. Rechtlich sind sie dem Fahrrad gleich gestellt, so dass Fahrer keinen Führerschein und auch keinen Helm benötigen. Elektrofahrräder unterstützen mit einem Hilfsmotor die Pedaltritte des Fahrers bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern, danach schaltet sich der Motor ab.
S-Pedelecs sind im Prinzip schnellere Elektrofahrräder. Ihr Motor wird nur dann aktiv, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. S-Pedelecs unterstützen den Fahrer bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern. Rechtlich sind sie daher Kleinkrafträdern gleichgestellt, so dass eine Betriebserlaubnis, Zulassung, ein Führerschein und ein Versicherungskennzeichen notwendig werden.
Das gleiche gilt für die E-Mofas oder auch E-Bikes, die wie ein benzinbetriebenes Motorrad auch ohne Mitwirkung des Fahrers aktiv werden. Die Geschwindigkeit wird hier nicht durch die Trittgeschwindigkeit, sondern mit einem Drehgriff oder Schaltknopf am Lenker geregelt.

Vorderrad-, Hinterrad- und Tretlagerantrieb – wo befindet sich der Motor?
Die verschiedenen Antriebsarten kommen bei allen Typen von Elektrofahrrädern zum Einsatz. Sie unterscheiden sich hauptsächlich im Einsatzzweck und in den Kosten. So ist der Vorderradantrieb die günstigste und am weitesten verbreitete Bauart. Der Motor wird dabei in der Vorderradnabe angebracht. Dies sorgt für eine gute Gewichtsverteilung und ermöglicht auch eine Rücktrittbremse am Hinterrad. Nachteilig ist eine leichte Beeinflussung der Lenkung, die das Rad auf rutschigen Böden etwas unsicherer macht. Zudem wird der Rahmen beim Vorderradantrieb stärker belastet, so dass auf eine solide Bauweise zu achten ist.
Dies gilt nicht für den Hinterradantrieb, der meist direkt an der Hinterradnabe angebracht wird. Der Rahmen bleibt stabil und das zusätzliche Gewicht auf dem Hinterrad sorgt für eine bessere Bodenhaftung. Nachteilig ist der komplizierte Radwechsel bei Defekten, die Beschränkung auf eine Kettenschaltung und die aufwendigere Kabelverlegung zwischen Motor und Batterie.
Der Tretlagerantrieb sitzt in der Mitte des Fahrrads und treibt das Hinterrad über eine klassische Fahrradkette an. Durch diese Bauart ist eine ideale Gewichtsverteilung mit niedrigem Schwerpunkt und einer guten Bodenhaftung gewährleistet. Ein Tretlagerantrieb ist aber auch die teuerste Bauweise bei Elektrofahrrädern und weist gleichzeitig den höchsten Verschleiß der verschiedenen Antriebsarten auf.

Die eigenen Bedürfnisse entscheiden den Fahrradkauf
Das wichtigste bei der Entscheidung für ein Elektrofahrrad ist das eigene Erleben – eine oder mehrere Probefahrten mit einem in Frage kommenden Modell beim Fachhändler sind unbedingt anzuraten. Wie bei jedem Fahrrad ist die Ergonomie von größter Bedeutung –Sitzposition und Rahmenhöhe müssen einfach passen. Für die regelmäßige Nutzung sollte außerdem auf einen leistungsfähigen, leicht erreichbaren und auszutauschenden Akku geachtet werden. Die Leistungsfähigkeit des Akkus wird in so genannten Wattstunden (Wh) gemessen, je mehr desto höher die Reichweite in Kilometern. Der Akku sollte eine Nutzungszeit von drei bis zu fünf Jahren aufweisen.
Wichtig ist auch eine einfache Bedienbarkeit der Elektrofahrradfunktionen sowie eine verständliche und gut lesbare Anzeigen zu Geschwindigkeit, Akkuladung etc. Zudem sollte auf einen guten Nässeschutz der elektrischen Teile sowie auf eine leichtgängige Bremsanlage geachtet werden – gerade für Senioren sehr wichtig. Die CE- und GS-Gütezeichen bieten zusätzliche Sicherheit und sollten unbedingt vorhanden sein. Unabhängige Tests wie etwa vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC können die Entscheidung sehr erleichtern.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.