Donnerstag , 27 Juni 2019

Mit festen Knochen ins hohe Alter

Knochenabbau ist kein Schicksal. Mit der richtigen Strategie lässt sich in jeder Lebensphase Aufbau und Erhalt des eigenen Skeletts fördern. Dreh- und Angelpunkte der Knochengesundheit sind Ernährung und Bewegung.

Der Mineralstoff Calcium sowie das Vitamin D sind die wichtigsten in der Nahrung enthaltenden Bestandteile für das menschliche Knochengerüst. Wer bis etwa Anfang 30 ein gutes Calciumdepot aufgebaut hat, profitiert bis ins hohe Alter davon, da um dieses Lebensalter die Knochenmasse ihr Maximum aufweist. Die wichtigsten Quellen für Calcium sind Milchprodukte sowie in geringerem Maße Grünkohlarten. Egal ob Käse, Joghurt, Quark oder andere Milchprodukte, alle weisen einen hohen Calciumanteil auf. Viele Menschen verzichten heute allerdings aus diätetischen Gründen oder Nahrungsunverträglichkeiten weitgehend auf Milchprodukte, so dass hier ein Nahrungsergänzungsmittel nach ärztlicher Rücksprache sinnvoll sein kann.

Vitamin D, auch als „Sonnenvitamin“ bekannt, ist weiter unentbehrlich für die Aufnahme des Calciums im Körper. Es kommt kaum in der Nahrung vor, nur Fisch und einige Pilzarten enthalten überhaupt nennenswerte Mengen. Vitamin D wird vom Körper durch Sonneneinstrahlung auf die Haut selbst erzeugt. Im Sommer kein Problem, kann es in der dunkleren Jahreszeit doch zu Mangelerscheinungen bei Menschen kommen, die nicht längerer Zeit pro Tag echtem Tageslicht ausgesetzt sind. Auch Menschen über 60 sowie eingeschworenen Stubenhockern kann ein Vitaminmangel drohen. Hier können einfache Mittel aus der Apotheke Abhilfe schaffen.

Nur durch die Muskeln stärken sich die Knochen
Spannen sich Muskeln stark an, so geben sie über die Sehnen die dabei entstehenden Kräfte an die Knochen weiter. Die Muskeln stützen sich in ihrer Anspannungen „auf den Knochen“ ab und dies wird von speziellen Zellen in den Knochen registriert. Der Körper entwickelt durch die Besanspruchung der Knochen ein Interesse an einer Verstärkung ihrer Festigkeit und aktiviert in der Folge knochenaufbauende Zellen, die so genannten Osteoblasen. Diese erzeugen neues Knochengewebe, so dass der Knochen insgesamt dichter und fester wird. Knochenförderliche Sportarten sind vor allem Krafttraining und Koordinationseinheiten, Schwimmen oder Radfahren hilft entgegen landläufiger Meinung den Knochen eher weniger.
Senioren und Ältere, die erstmalig oder nach langer Pause mit Sport beginnen wollen, sollten zunächst unter professioneller Anleitung ihr Training langsam beginnen. Sportärzte und Physiotrainer sind geeignete Ansprechpartner für ein persönliches Sportprogramm. Viele Krankenassen bieten entsprechende Kurse an oder beteiligen sich ganz oder anteilig an Kurskosten externer Anbieter. Dabei sind die menschlichen Muskeln sehr formbar – auch ein über 80jähriger kann noch neue Muskelmasse aufbauen.


 

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