Donnerstag , 20 September 2018

Hohe Diskrepanz zwischen dem Interesse von Senioren an neuer Technologie und ihren Fertigkeiten als Anwender

Eine neue Umfrage des Unternehmens Doro, ein Anbieter im Bereich Telekommunikationslösungen für Senioren, kommt zu überraschenden Ergebnissen: Entgegen der landläufigen Meinung sind die meisten Senioren (66 Prozent) von neuen Technologien begeistert und setzen großes Vertrauen in ihr Potenzial, Hilfe im Alltag zu leisten. Dennoch setzen lediglich 14 Prozent der Befragten technische Hilfsmittel wie Sicherheitsalarme, Apps und Sensoren tatsächlich ein. Der Grund sind Schwierigkeiten bei der Benutzung, so eine aktuelle Studie im Auftrag des Herstellers, bei der mehr als 1.000 Senioren in Deutschland befragt wurden.

So lange wie möglich zu Hause zu leben, ist ein wichtiges Ziel für fast jeden Senior. Die Umfrage weist dies als Priorität für 98 Prozent der Befragten aus. Gleichzeitig geben 11 Prozent der Senioren an, dass sie sich in den eigenen vier Wänden unsicher fühlen. Viele fürchten auch, nicht für sich selbst sorgen zu können (43 Prozent), Opfer von Einbruch zu werden (31 Prozent), Dinge zu vergessen (28 Prozent) oder zu fallen (20 Prozent). Neue Technologien wie beispielsweise Smart Home-Lösungen können das Vertrauen der Senioren in ihre Eigenständigkeit stärken und ihnen ein sichereres Gefühl verschaffen. Das Vertrauen von Senioren in diese Art von Lösung ist hoch. 24 Prozent der Senioren sagen, sie würden Smart Home-Lösungen vertrauen und weitere 36 Prozent sagen, sie würden ihnen teilweise vertrauen.

Obwohl viele Senioren ein Interesse an moderner Technologie zeigen, ist die Gesamtnutzung neuer technologischer Hilfsmittel in Deutschland zurzeit gering, da nur jeder zehnte von ihnen in Sicherheitsalarme, Kameras, Sensoren oder Gesundheitsanwendungen investiert. Senioren, die diese Produkte verwenden, geben jedoch in einem hohen Maße an, dass die Lösung zu einer erhöhten Sicherheit beiträgt. 64 Prozent sind überzeugt, dass die technischen Hilfsmittel mehr Sicherheit in ihrem Haus bieten und unter den allein lebenden Personen ist die Zahl mit 70 Prozent sogar noch höher.

Senioren begrüßen den digitalen Wandel

Die Studie untersucht auch die Einstellung der deutschen und auch europäischen Senioren zur Digitalisierung des Gesundheitswesens im Allgemeinen. Wenngleich die Befürchtung besteht, dass menschlicher Kontakt abnehmen und Eigenverantwortung zunehmen könnte und dass neue Technologien als kompliziert wahrgenommen werden, begegnet ein großer Teil der Senioren der Digitalisierung positiv. 42 Prozent der europäischen Senioren halten es für gut, dass die Gesundheitsbranche verstärkt auf digitale Technologien setzt.

Die komplette Studie „Vom vernetzten Zuhause bis zum Telefon: Die Einstellung von Senioren zur Zukunftstechnologie“ in englischer Sprache kann hier heruntergeladen werden.

 

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